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Neuerscheinung: 5. Männergesundheitsbericht „Junge Männer und ihre Gesundheit“

Der 5. Männergesundheitsbericht der Stiftung Männergesundheit mit dem Titel „Junge Männer und ihre Gesundheit“ ist veröffentlicht. Dazu wurde erstmalig für einen Männergesundheitsbericht eine eigene Studie durchgeführt. Sie liefert aktuelle Informationen zur Frage, wie es um die körperliche und psychische Gesundheit von jungen Männern bestellt ist, auch im Vergleich zu jungen Frauen.

In einer wissenschaftlich fundierten, interdisziplinären Erhebung wurden 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 28 Jahren befragt, darunter über 2.100 Männer. Die Studienergebnisse wurden außerdem aus interdisziplinärer Perspektive (Medizin, Psychologie, Soziologie, Pädagogik) eingeordnet und kommentiert, u.a. auch durch Mitglieder des komm b-w.

Mit einem Fokus auf junge Männer zwischen 16 und 28 Jahren nimmt die Studie eine Altersgruppe in den Blick, die oft zu wenig Aufmerksamkeit in der Gesundheitsförderung und Prävention bekommt.

Dabei widerlegt der 5. Männergesundheitsbericht Klischees, nach denen „die Männer“ immer noch insgesamt weniger gesundheitsbewusst und deutlich risikoreicher leben als Frauen. Nur noch knapp jeder vierte unter den befragten jungen Männern hängt dem Muster eines dominant-maskulinen Rollenbilds an. Diese Männer müssen am ehesten mit starken Gesundheitsbelastungen rechnen, da sie wenig auf ihren Körper und ihre psychische Belastung achten. Sie brauchen deshalb besondere präventive Aufmerksamkeit und eigene Zugänge im Bereich der Gesundheitsförderung und -bildung.

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Neuerscheinung: Elsevier Essentials Männermedizin 

Der Hausarzt oder die Hausärztin – meist erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen.

Bei männlichen Patienten kommen oft andere Themen zur Sprache als bei Frauen. Deshalb brauchen Allgemeinmediziner*innen spezielles Wissen über männerspezifische Themen und Symptome.

Neben häufigen Erkrankungen des kardiovaskulären Systems und der Prostata spielen auch heikle Themen wie sexuelle Funktionsstörungen, Hormonveränderungen und Depression eine Rolle.

Das Buch ESSENTIALS Männermedizin gibt Ihnen das notwendige Rüstzeug, um Ihre männlichen Patienten kompetent und erfolgreich zu begleiten.

Die Reihe ELSEVIER ESSENTIALS richtet sich an Ärzt*innen, die sich über ein Thema informieren möchten, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Das Buch eignet sich für:

• Allgemeinmediziner*innen (Hausärzt*innen)

• Internist*innen (Hausärzt*innen)

Verlagsankündigung

Herausgeber

Professor Dr. med. Dr. h.c. Arnulf Stenzl, Facharzt für Urologie, Direktor der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen; Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU); Adjunct Secretary Science der European Association of Urology (EAU); Mitglied des Leitungsgremiums der European Cancer Organisation (ECO)

Professor Dr. med. Steffen Rausch, Facharzt für Urologie, Oberarzt der Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen

Aus dem Inhalt:

Martin Dinges: Männlichkeit und Gesundheit. Historische Perspektiven für eine bessere Zukunft (S. 2 – 6)

Gunter Neubauer: Prävention und Gesundheitsförderung (S. 141 – 150)

Neuer E-Learning-Kurs Jungengesundheit

Auf ihrem E-Learning-Portal „digit!“ stellt die LAG Jungenarbeit NRW einen kostenlosen Selbstlern-Kurs zum Thema Jungen*gesundheit zur Verfügung. Der Kurs richtet sich an Jungenarbeiter*innen und andere Interessierte.

Im Kurs wird die Frage aufgeworfen, warum es hilfreich sein kann, sich in der Jungenarbeit mit Fragen rund um Gesundheit auseinanderzusetzen – und was in diesem Kontext unter Gesundheit zu verstehen ist. Es wird aufgegriffen, dass Männlichkeitsanforderungen und Gesundheitsverhalten einiges miteinander zu tun haben – und Gesundheit so auch zum Querschnittsthema in der Jungenarbeit wird.

Im Kurs finden sich neben Grundlageninformationen und Praxisbeispielen auch Video-Interviews und praxisnahe Fachtexte von Reinhard Winter und Gunter Neubauer (SOWIT), die seit Jahren zu Jungen*gesundheit sowie Männlichkeiten* und Gesundheit wissenschaftlich und praktisch arbeiten.

Stuttgart-Premiere von „Der Mann der die Welt aß“

Am 27. April war das komm b-w eingeladen zur Stuttgart-Premiere von Johannes Suhms Adaption des erfolgreichen Theaterstücks von Nils-Momme Stockmann über die Krise eines Karrieristen, der mit seinem dement werdenden Vater konfrontiert ist. Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller Johannes Suhm stellte seinen Film zusammen mit seinem Darstellerkollegen Hannes Hellmann (in der Rolle des Vaters) und seinem Kameramann und Ko-Produzenten Tobias Kaufmann vor.

Für die anschließende, rege Diskussion über die Themen des Films waren Olcay Miyanyedi (Mitarbeiter Abteilung für Chancengleichheit und Diversity der Stadt Stuttgart) und Gunter Neubauer (Kompetenzzentrum Jungen- und Männergesundheit Baden-Württemberg) zu Gast. Dabei ging es um das noch immer verbreitete Unvermögen vieler Männer, Schwächen einzugestehen, Überlastungen oder emotionale Schieflagen zu akzeptieren und sich nicht allein über Erfolg im Arbeitsleben zu definieren. Diese von der männlich geprägten Leistungsgesellschaft geformten Raster gehen auch zu Lasten der Lebensqualität und Gesundheit vieler Männer, wie Johannes Suhm am Beispiel seines Karrieristen in der Krise in Spiel und Inszenierung eindrucksvoll zeigt.

Am 10. Mai wird die Kinotour in Tübingen fortgesetzt – dort sind auch die PfunzKerle mit dabei –, und am 11. Mai in Weil der Stadt, wo einige Filmszenen gedreht wurden.

Homepage des Films

Trailer

Fachgespräch mit dem Arbeitskreis Soziales, Gesundheit und Integration der Fraktion Grüne im Landtag B-W

Am 11. April führten wir mit mehreren MdLs der Grünen im Arbeitskreis 8 ein intensives Fachgespräch zum Thema Männergesundheit mit zwei Zugängen:

  1. Ins Thema der Lebenserwartungsdifferenz zwischen Frauen und Männern führte Martin Dinges ein.
  2. Einen Impuls zum Bereich der psychischen Gesundheit von Männern, verbunden mit Stichworten wie Depression, Suizid und Suizidprävention gestaltete Gunter Neubauer.

Beide Themenkomplexe wurden im Blick auf die Notwendigkeit einer nationalen Männergesundheitsstrategie sowie mit der Perspektive auf mögliche Maßnahmen in Baden-Württemberg erörtert. Dabei zeigte sich eine große Übereinstimmung in der Bewertung der Situation der Männergesundheitsförderung im Land sowie ebenso bei der Einschätzung, dass – neben weiteren Gesundheitszielen – gerade die Verbesserung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens ein Kernthema männerbezogener Gesundheitspolitik in Baden-Württemberg werden könnte.

Gründung des AK Jungen- und Männergesundheit der Stadt Stuttgart | 17.03.22 | 14:00 – 17:00

Die bereits angekündigte Gründung des Arbeitskreises Jungen- und Männergesundheit der Stadt Stuttgart hat sich durch die Pandemie-Situation verzögert und wird nun in die Tat umgesetzt. Beim ersten Treffen soll gemeinsam überlegt werden, in welcher Form der Arbeitskreis Gestalt annehmen und produktiv zu den wichtigen Themen der Jungen- und Männergesundheit arbeiten kann. 

Kick-Off Veranstaltung AK Jungen- und Männergesundheit der Stadt Stuttgart 
Termin: Donnerstag 17. März 2022, 14.00 – 17.00 Uhr
Ort: Weissenburg – Zentrum LSBTTIQ Stuttgart, Weißenburgstraße 28A 

Kontakt:
Olcay Miyanyedi 
_______________________ 
Landeshauptstadt Stuttgart 
Abteilung für individuelle Chancengleichheit von Frauen und Männern | OB-ICG 
Eberhardstr. 61 | 70173 Stuttgart 
0711 216-80441 | Olcay.Miyanyedi@stuttgart.de 

Neuerscheinung: Unser Buch zur männerbezogenen Suizidprävention

Den Problemen ein Ende setzen – nicht dem Leben! Suizidrisiko und Suizidprävention bei Männern

Das Thema Suizid bei Männern forciert anzugehen war eine zentrale Handlungsempfehlung aus dem Männergesundheitsbericht Baden-Württemberg 2015. Angebote der Suizidprävention und Krisenberatung müssen so weiterentwickelt werden, dass Männer besser als bisher erreicht, geschützt, in ihren sozialen Bezügen gestärkt, „im Leben gehalten“ werden.

Im Projekt „Männerbezogene Suizidprävention“ (2020 – 2021) wurden dazu Erfahrungen guter, gelingender Praxis in der männerbezogenen Prävention und Beratung aufbereitet. Die bessere Erreichung von Männern wurde dann zusammen mit den Projektpartnern in zahlreichen Fachgesprächen, bei Veranstaltungen für Fachkräfte und Öffentlichkeit sowie in unterschiedlichen Praxiszusammenhängen angegangen und in ersten Schritten umgesetzt.

Diese Broschüre zur männerbezogenen Suizidprävention enthält wichtige Basisinformationen, sie bündelt die Projekterfahrungen und unterstützt Fachkräfte darin, sich Männern im Kontext von Krisenberatung und Suizidprävention erfolgreich zuzuwenden.

Download „Männerbezogene Suizidprävention“

Fachtag Suizidprävention und Krisenberatung bei Jungen und Männern am 26.10.21 in Stuttgart

• Dienstag 26. Oktober 2021, 9.00 bis 17.00 Uhr
• Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart

In Baden-Württemberg sterben mehr Männer durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Drogen und Aids zusammen.Außerdem begehen dreimal so viele Männer Suizid wie Frauen. Der Männergesundheitsbericht Baden-Württemberg 2015 empfiehlt deswegen an zentraler Stelle, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das tun wir mit diesem Fachtag.

Nach zwei einleitenden Keynotes am Vormittag werden wir am Nachmittag
in themen- und vielfaltsorientierten Workshops arbeiten, diskutieren und refektieren. In Kleingruppen erhalten Sie dort Gelegenheit, sich mit anderen Teilnehmer*innen zu spezifschen Aspekten und Fragestellungen vertieft auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Den Abschluss bilden ein Beispiel guter Praxis und ein Podiumsgespräch.

Am selben Abend: Männer lösen ihre Probleme selbst! Und wenn es das Letzte ist, was sie tun … Vortrag und Gespräch mit Björn Süfke

• Dienstag 26. Oktober 2021, 19.00 Uhr
• Die Weissenburg, Weißenburgstr. 28, 70180 Stuttgart

Veranstaltungsflyer (Abend)

Workshop „Männergesundheit kommunal“

Freitag 25. Juni 2021, 14.30 / 15.00 – 18.00 Uhr, online

Der Erfahrungsaustausch zur Jungen- und Männergesundheitsförderung im kommunalen Raum soll Möglichkeiten zur Sensibilisierung und Aktivierung von Kommunen für das Thema untersuchen und eine entsprechende Vernetzung von „männergesunden“ Kommunen fördern.

Eingeladen sind Mitarbeitende in Kommunen und nichtkommunalen Organisationen, Aktive im Bereich Männerarbeit und Männergesundheit, Interessierte und Akteure der Zivilgesellschaft.

Ort: Rathaus Stuttgart (mittlerer Sitzungssaal) / online (hybrid) via WebEx
Veranstalter: Stadt Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit und Diversity
Weitere Informationen und Anmeldung

Pandemieerfahrungen bei Jungen

Das Kompetenzzentrum hat sich mit den speziellen Pandemieerfahrungen und der Pandemiebewältigung bei Jungen in einer gesundheitlichen Perspektive beschäftigt. Daraus entstand eine Stellungnahme, die u.a. an die gesundheitspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen im Landtag von Baden-Württemberg verschickt wurde.

Stichworte der Stellungnahme sind z.B. verwehrte Möglichkeiten zur Bewegung, Gefahr der sozialen Isolation, Fehlen offener Angebote, nochmals erschwerte Bildungszugänge, Kriminalisierung des Bewältigungsverhaltens, Belastung der psychischen Gesundheit, Zunahme von Entwicklungshemmnissen, Risiko der Gewalterfahrung, Abgleiten in die Strukturlosigkeit, Aggression und Depression, negative Konsequenzen für die Berufswahl und die Marginalisierung der Belange von Jugendlichen – verbunden mit einem Appell, sich stärker für eine Förderung der Jungengesundheit einzusetzen.

Dabei denken wir insbesondere an die (gesundheitliche) Jungenberatung oder ein Pilotprojekt zur sozialen und psychischen Gesundheit von Jungen.

Stellungnahme zum Download

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